Martin Stock

Mein Interesse an der Wattenmeernatur wurde während des Biologiestudiums geweckt. In dieser Zeit verbrachte ich für den Zivildienst ein Jahr auf der Hallig Langeness im nordfriesischen Wattenmeer. Dort vertiefte ich meine Begeisterung für den Schlick des Meeresbodens, saugte die Weite der Landschaft ein und war begeistert von der Vielfalt der weitgereisten Gäste. Nach dem Studium habe ich erste Berufserfahrungen beim WWF in Husum gesammelt. Heute arbeite ich als Biologe und Fotograf im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Von Anfang an habe ich die beeindruckenden Lichtstimmungen des Gezeitenmeeres mit meiner Kamera eingefangen und Bilder der Tier- und Pflanzenwelt und der Wattlandschaft zusammen getragen.

Immer wieder bin ich begeistert vom Gezeitenwechsel des Wattenmeeres: Mal ist es graugrün schimmerndes Meer, mal eine riesige, von Prielen durchzogene Wattlandschaft. Mit jeder Tide zeichnen Wellen und Gezeiten magische Formen und dynamische Strukturen in den Meeresboden. Eine Landschaft von atemberaubender Schönheit.

Wie mit dem Pinsel sind die Muster in den Sand gezeichnet, riesige Schlickflächen zaubern magische Landschaftsbilder, Priele formen weit verzweigte, kunstvolle Fächer in die Watten. Diese organischen Formen am Meeresboden regen meine Fantasie an. Die Landschaft der fließenden Grenzen macht mich neugierig.

Ich möchte mit meinen Bildern die Menschen für die Einzigartigkeit der Wattenmeernatur begeistern, möchte Achtung wecken und Wertschätzung für eine Landschaft hervorrufen, die in unserem dicht besiedelten Europa einzigartig ist und den Schutz als Nationalpark mit seiner Zielsetzung „Natur Natur sein lassen“ verdient hat.